Goju-Ryu-Karate-Do vom Feinsten bei JKF Goju-Kai Lehrgängen in Polen und England

2009-04-09 17:03 von Manja Buze

Der März 2009 war für die Karateka des JKF Goju-Kai ein arbeits- und ereignisreicher Monat. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden fanden, zunächst in London und eine Woche später im polnischen Lubin, zwei Goju-Ryu-Karate-Lehrgänge mit hochkarätigen Trainern und Teilnehmern statt.

Aus Japan waren sowohl Fuchiwara (8. Dan), Kiyohara (8. Dan) als auch Sato (7. Dan, alle JKF Goju-Kai) angereist, um mit den begeisterten Sportlern Kata zu trainieren. Doch damit sollte die Reihe der hochgraduierten Danträger nicht zu Ende sein. Auch aus Europa kamen die höchst graduierten Vertreter des JKF Goju-Kai. Leo Lipinski (7. Dan, England), Stanko Kumer (6. Dan, Deutschland), Paul Coleman (6. Dan England) und Rasto Mraz (6. Dan, Slowakei) zeigten ihr Können.

Den Ruf nach England folgte das siebenköpfige Trainer- und Prüferkomitee der German JKF Goju-Kai Federation. Die Gelegenheit eines hochkarätigen Lehrgangs nahe der deutsch-polnischen Grenze nutzten zahlreiche Karateka aus den JKF Goju-Kai Vereinen: KKC Neutraubling, Goju-Kai Kirschau, Tabata KC VII, Budo KC IV und dem KC II (alle drei aus Chemnitz). Beide Delegationen wurden angeführt von Stanko Kumer, Vizepräsident des europäischen JKF Goju-Kai Karateverbandes und offizieller Vertreter des japanischen Karateverbandes JKF Goju-Kai in Deutschland.

Schwerpunkt auf den beiden Lehrgängen war das Katatraining. Dabei achteten die Trainer vor allem auf die exakte Ausführung der Katas nach den Richtlinien des JKF Goju-Kai. Besonderes Augenmerk wurde auf die Goju-Ryu Basiskata Sanchin und Tensho gelegt. Deswegen wurden zu Beginn jeder der fünf Trainingseinheiten diese Kata unzählige Male ausgeführt. Außerdem wurden sie von den japanischen Trainern selbst demonstriert. Dabei war es phantastisch zu sehen mit welcher Präzession und welchem unglaublichem Kime die japanischen Meister die Kata ausführten.

Im Anschluss wurden alle anderen Goju-Ryu Kata trainiert. Um gezielt auf die Feinheiten der Kata eingehen zu können wurden die Gruppen nach den Dan-Graduierungen aufgeteilt. So trainierten beispielsweise die Träger des 3. Und 4. Dans speziell die Kata Seisan und Kururunfa und die Träger des 1. und 2. Dans Sepai, Seinchin und Saifa.

In Polen ließen die japanischen Trainer die deutsche Delegation die für Kyu- und Danprüfungen standardisierten Bunkai-Variationen des deutschen JKF Goju-Kai vorführen. Markus Kumer (3. Dan) und Alexander Buze (3. Dan) zeigten Bunkai aus den Kata Sepai und Kurrunfa. Danach trainierten alle Lehrgangsteilnehmer einige dieser Bunkai zusammen. Durch den systematischen Aufbau der Bunkai, welche sich eng an der Kata orientieren, konnten alle Sportler den Bewegungsabläufen gut folgen.

Die Lehrgänge waren ein voller Erfolg! Sowohl die japanischen Trainer als auch alle anderen Teilnehmer hatten viel Spass beim Training. Die Teilnehmer konnten ihr Wissen über die exakte Auführung der Goju-Ryu Kata und Bunkai vertiefen. Die Lehrgänge boten zudem die Gelegenheit viele Freundschaften und Kontakte zu Karateka aus Europa (England, Griechenland, Polen, Portugal, Schweiz, Slowakei, Ungarn) und Afrika (Angola) zu pflegen.

Als nächstes Highlight steht im September 2009 der internationale Lehrgang in Neutraubling / Deutschland auf dem Programm. Wie in jedem Jahr werden auch hier hochkarätige Trainer, unter anderem Herr Tsumoto (7. Dan, Cheftrainer Kenbukan), zu Gast sein. Wir freuen uns auf unsere Gäste aus der ganzen Welt und blicken zurück auf ereignisreiche Tage im Zeichen des Goju-Ryu-Karate-DO.

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