Japanreise 2010

2010-09-01 21:56 von Manja Buze

Zum diesjährigen offiziellen Oversea Kataseminar des japanischen Karateverbandes JKF Goju-Kai in Takamatsu reisten 5 Karateka des Trainer- und Prüferkomitees der JKF Goju-Kai Außenstelle in Deutschland und unsere Pressereferentin Manja Buze nach Japan. Stanko Kumer, Gerd Neuland, Hagen Neumann, Markus Kumer und Alexander Buze nahmen an dem 2tägigen Seminar teil. Vor dem Lehrgang in Takamatsu nutzte die deutsche Delegation die Gelegenheit den Cheftrainer des Kenbukan, Herrn Tsumoto (8. Dan) in Wakayama zu besuchen.

Dort wurden wir herzlich in seinem Haus aufgenommen und mit wahnsinnig viel gutem Essen verwöhnt. Außerdem stand ein Besuch des Kenbukan Honbu-Dojos (gegründet 1945) auf dem Plan. Es war für alle Teilnehmer eine tolle Erfahrung einmal in dem Dojo zu stehen, nachdem die meisten JKF Goju-Kai Vereine in Deutschland benannt sind.

Nach dem Sightseeing ging es mit dem Auto nach Takamatsu um am Goju-Ryu Karate Lehrgang teilzunehmen. Der Lehrgang findet immer einmal jährlich für alle JKF Goju-Kai Außenstellen weltweit statt, so waren Teilnehmer aus Australien, den USA, Neuseeland, England, Portugal, der Schweiz, Nepal, Shanghai, Indien, Russland, dem Iran und natürlich wir, die Deutschen angereist.

Trainiert wurde das offizielle japanische Goju-Ryu Karate von Miyagi Chojun, das in der japanischen Karate Föderation (JKF) im Goju-Kai weitergelehrt und gepflegt wird. Zunächst wurde gemeinsam mehrere Stunden die Kata Sanchin trainiert. Im Anschluss wurden in kleinen Gruppen, unter Anleitung der Mitglieder des japanischen Trainer- und Prüferkomitees, verschiedene Katas geübt. So trainierte Stanko beispielsweise intensiv zwei Tage lang seine Prüfungskata Kururunfa unter den wachsamen Augen von Herrn Shiomi (8. Dan), Hagen verbesserte seine Sepai unter der Anleitung von Kenbukan Cheftrainer Tsumoto (8. Dan) und Markus trainierte Seisan zusammen mit Herrn Muramatsu (8. Dan). Gerd und Alex liefen die Kata Shisochin unter den Augen von Herrn Fushimi (8.Dan).

Am Freitag fanden gleich nach dem Training die offiziellen JKF Goju-Kai Dan-Prüfungen statt. Die Prüfungskommission bestand aus 7 Hauptprüfern und 9 Altprüfern unter denen auch der JKF Goju-Kai Präsident und Sohn des Kenbukan-Begründers Shozo Ujita, Herr Eizo Ujita anwesend war. Von 27 angetretenen Prüflingen (7 Ausländer und 20 Japaner) zum 7. Dan, bestanden nur 6 Personen. Stanko war einer dieser sechs und bestand seine Prüfung zum 7. Dan als Bester (von 14 erreichbaren Punkten schaffte er 13). Gerd Neuland trat nochmals zur Prüfung zum 4. Dan an, bestand diese natürlich mit Bravour obwohl er den 4. Dan schon seit 1999 beim DKV besitzt.

Neben Patrick MacGregor (Neuseeland), Paul Coleman (England), Liu Hok Ming (Honkong), die zusammen mit Stanko die Prüfung zum 7. Dan bestanden und Leo Lipinski (7. Dan, England) , zählt Stanko Kumer nun zu den höchst-graduiertesten Karateka im Goju-Ryu des JKF Goju-Kai außerhalb Japans. Diese fünf Nichtjapaner mit dem 7. Dan sind die ersten offiziell vom JKF Goju-Kai Verband geprüften Personen seit dessen Bestehen. Wobei man erwähnen muss, dass Stanko Kumer als einziger alle seine Danprüfungen, ab den 1. Dan, beimJKF Goju-Kai Verband gemacht hat.

Am Samstag fanden die Meisterschaften des japanischen Karateverbandes (JKF) Goju-Kai mit mehr als 800 Startern statt. Die Vorrunden waren bereits sehr spannend und es wurde Karate vom allerfeinsten gezeigt. An diesem Samstagabend fand auch die offizielle Lehrgangsparty statt. Zur Party feierten alle hochkarätigen Trainer und Funktionäre des japanischen JKF Goju-Kai und natürlich auch die unterschiedlichsten Nationen unseres Verbandes. Dabei wurden alte Freundschaften aufgefrischt und neue Kontakte geknüpft. Alle Prüflinge die ihren Dan bestanden hatten wurden beglückwünscht, Stanko wurde sogar die Ehre zuteil den Glückwunsch von Herr Nagoya (6. Dan JKFGoju-Kai, Vertreter des Yushinkan) entgegen zu nehmen.

Am Sonntag waren dann die Halbfinal- und Finalentscheide des Turniers. Auf insgesamt 11 Kampfflächen gab es erstklassiges Karate sowohl bei Kata als auch Kumite zu sehen. Besonders die Leistungen der japanischen Kinder beeindruckte die deutsche Gruppe. Karate ist als Schulsport eine wirklich gute Sache und sollte auch bei uns in Deutschland eingeführt werden. Den krönenden Abschluss bildeten die Finalentscheidungen auf einer Kampffläche in der Mitte der großen Halle, alle anderen Kampflächen wurden dafür abgebaut. Die Kämpfe waren ein gelungener Abschluss des Turniers. Nach all diesen spannenden Tagen, verbrachte die Gruppe um Stanko Kumer noch 2 weitere Tage bei Sensei Tsumoto in Wakayama. Wir sind ihm sehr dankbar für seine Gastfreundschaft und die schöne Zeit die wir bei ihm verleben konnten. Alle freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen, vielleicht schon im nächsten Jahr. Domo Arigato Gozaimashita!

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