ZDF berichtet über Karate als Sportart für Jung und Alt

2010-01-19 16:48 von Alexander Buze

Aus dem Bericht über Karate:

(Quelle: ZDF Bericht vom 09.01.2010)

Karate ist eine Kampfkunst. Entstanden im 19. Jahrhundert in Asien, breitete sie sich ab Mitte des 20. Jahrhunderts über die ganze Welt aus. Übersetzt bedeutet Karate so viel wie “leere Hand”. Daraus resultieren die waffenlose Techniken, wie Schlag,- Stoss,- oder Blocktechniken, die charakteristisch sind für diesen Sport. Ähnlich wie beim Judo gibt es ein Graduierungssystem in Form farbiger Gürtel. Es beginnt beim weißen Gürtel, dem “9. Kyu” und endet bei den schwarzen Gürteln. Der höchste Gürtel ist dabei der “10. Dan”. Jeder Gürtel muss durch eine Prüfung erworben werden. Karate ist, obwohl ein Wettkampfsport, nicht olympisch.

Voraussetzungen

Die wichtigste Regel im Karate lautet: Karate beginnt mit Respekt und endet mit Respekt. Aus diesem Grund verbeugen sich die Karatekas vor dem Lehrer oder dem Übungspartner. Hauptziele bei Karate sind: Das Trainieren des Geistes, des Charakters und der inneren Einstellung. Weder Sieg noch Niederlage steht im Vordergrund, sondern die Vervollkommnung des Charakters des Ausübenden.

Das Training

Das Karatetraining basiert meist auf drei Eckpfeilern:

1. Khion: Khion bedeutet so viel wie Grundlage oder auch Ursprung. Hier geht es um die richtige Atmung. Einatmung, Ausatmung sowie die maximale Anspannung in der Aktion sollen hier erlernt werden. Wie natürlich auch die grundlegendsten Karatetechniken. Außerdem dienen Balanceübungen dazu, ein besseres Körpergefühl zu bekommen, um den Körperschwerpunkt zu erfühlen. Dies ist wichtig, weil hier auch das Kraftzentrum liegt, aus der heraus die Karateaktionen geschehen sollen.

2. Kumite: Beim Kumite werden die Techniken aus dem Khion in Partnerübungen angewendet und das in einem vorher festgelegten Ablauf von Angriff- und Verteidigung. Zwar gibt es eigentlich beim Karate keinen ersten Angriff, doch die Verteidigung muss schließlich auch geübt werden.

3. Kata: Die Kata ist ein stilisierter und choreographierter Kampf gegen mehrere imaginäre Gegner. Sie vereint die im Training bisher erlernten Techniken und ist ein Teil der Prüfung zum nächsten Gürtel. Bei der Kata schaut der Anfänger erst mal zu, denn um hier mit zu kommen, braucht es viele Trainingseinheiten.

Gesundheit

Karate ist ein Sport, der Körper und Geist auf das höchste fordert. Alle Muskelpartien des Körpers werden im Laufe des Trainings belastet. Selbst die Ausdauer wird trainiert, allerdings ist es immer gut, wenn man zusätzliche Laufeinheiten zur Verbesserung der Ausdauer mit ins Trainingsprogramm einbaut.

Während des Karatetrainings ist permanent volle Konzentration gefragt. Die Verletzungsgefahr ist eher gering, auch wenn es mitunter blaue Flecken geben kann.

Fazit

Der Einstieg ins Karate ist leicht. Jung oder alt- jeder kann Karate erlernen. Die Beitragskosten sind im Verein günstiger als in einer privaten Karateschule. Karate ist ein Ganzkörpersport. Er erhöht die Konzentrationsfähigkeit, die Beweglichkeit und insgesamt die Fitness. Verletzungen bei Karate sind eher selten. Das Training in der Gruppe ist intensiv und macht Spass. Außerdem steigert Karate das Selbstbewußtsein, weil man sich im Ernstfall zu verteidigen weiß.

Link zum ZDF Sport-Check

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